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Nachhaltigkeitsevent 2026

Anmeldungen bis zum 25.03.2026
«Vom Klimasünder zum Klimalöser»
Das Bauwesen steht unter Druck. Hohe Emissionen, steigende regulatorische Anforderungen und knapper werdende Ressourcen fordern ein Umdenken. Gleichzeitig liegt in kaum einer anderen Branche ein vergleichbares Potenzial, wirksam zur Klimastabilisierung beizutragen. Genau hier setzt unser Nachhaltigkeitsevent an.
Datum: Donnerstag, 16.04.2026
Zeit: 15.00
Ort: Ulrich Imboden AG, Talstrasse 9, 3930 Visp
Im Zentrum stehen technologische und planerische Innovationen. Wir beleuchten neue Ansätze in der Betonherstellung, CO2-Reduktion und CO2-Speicherung, materialgerechte Tragwerkskonzepte sowie integrale Planungsstrategien, die Emissionen nicht nur vermeiden, sondern aktiv Kohlenstoff binden.
Matthias Sulzer
Den Auftakt macht Matthias Sulzer, Professor und Mitglied der Direktion der EMPA. Er ordnet den notwendigen Paradigmenwechsel ein, weg von der reinen Dekarbonisierung hin zur Defossilisierung und aktiven Rekarbonisierung. Die technologischen Grundlagen zur Bindung von CO2 in synthetischen Energieträgern und Baustoffen sind vorhanden. Die zentrale Frage lautet, wie der Schritt vom Pilot- zum industriellen Massstab gelingt. (Empa - Mining the Atmosphere - Mining the Atmosphere)

Patric Fischli-Boson
Im zweiten Vortrag zeigt Patric Fischli-Boson Bauingenieur und Inhaber Büeler Fischli Bauingenieure AG | Dozent & Forscher am IBP / ZHAW, dass Nachhaltigkeit im Entwurf beginnt. Die Massivbauweise ist weder per se Klimasünder noch automatisch Klimalöser. Entscheidend ist ihr reflektierter und systemisch gedachter Einsatz. Substitution, Recycling, Hybridbauweisen, materialgerechter Entwurf und suffiziente Konzepte bieten erhebliche Hebel.

Michael Widmer
Im anschliessenden Podium werden diese Perspektiven erweitert. Michael Widmer Geschäftsführer bei Baustoffkreislauf Schweiz betont, dass mineralische Baustoffe auf einem guten Weg sind, ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Nachhaltigkeit dürfe jedoch nicht eindimensional betrachtet werden. Klimaschutz, Kreislauffähigkeit, Rohstoffverfügbarkeit und Abfallproblematik müssen gesamthaft bewertet werden. Nachhaltigkeit im Bau verlangt umfassende Lösungen statt isolierter Optimierungen.

Andreas Schefer
Andreas Schefer Geschäftsführer der KLARK AG, ergänzt die systemische Perspektive. Das Bauwesen wurde über Jahrzehnte auf Kosten, Geschwindigkeit und Sicherheit optimiert, CO2 war kein Entscheidungsparameter. Heute ändern sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Gerade weil wir grosse Materialmengen mit langer Lebensdauer verbauen, liegt im Bauwesen ein erheblicher Hebel.

Der Anlass richtet sich an Planerinnen und Planer, Architektinnen und Architekten sowie Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Hand. Im Fokus stehen konkrete Lösungsansätze, Zielkonflikte und regulatorische Rahmenbedingungen.
Wir diskutieren, wie Innovationen in Materialtechnologie und Tragwerksplanung in Ausschreibungen, Projekten und Beschaffungsstrategien verankert werden können.
Wir laden Sie ein, die Rolle des Bauwesens neu zu denken und gemeinsam aus einem Emittenten einen aktiven Teil der Lösung zu machen.